Trade the future

Lynas und co.

Lynas - WKN: 871889 aus Australien soll nach den Worten von Bergbauminister Grain Malunga aus dem Staat Malawi bald in Produktion gehen können. Nur die Australier haben bisher von den Behörden eine Abbaulizenz für die Seltenen Erden in dem Soafrikanischen Land erhalten. Das Unternehmen betreibt im Süden des Landes die Kangankunde-Liegenschaft. Geplant ist, dass die Rohstoffe vor allem exportiert werden. Nach Aussagen des Ministers werden die Rohstoffe nach Malaysia oder China gebracht werden. Dort soll die Weiterverarbeitung erfolgen, was in Malawi nicht möglich ist. Quelle: Malawi lockt Lynas

 

Spica dazu: Für RS! Gegründet wurde die Firma am 11.09.1986. Lynas aus Astralien wird im Hinblick auf die extremen Preisaufschläge bei den Seltenen Erden immer wieder als Argument angeführt, das sich die Versorgungslage bald bessern werde, da Lynas außerhalb Chinas liegt und so den Westen mit billigeren Rohstoffen versorgen wird als dies die Chinesen tun. Dabei ist diese Meinung genau so eine Ente wie der heutige Bericht über Seltene Erden im Pazifik die massenhaft in über 5000 Meter schlummern sollen und nur darauf warten billigst geborgen zu werden, um ....

 

 

Sich vom chinesischen Quasi-Monopol zu befreien, ist deshalb nur möglich, wenn alternative Anbieter, die über nennenswerte Reserven verfügen, wie Lynas und Arafura, schnellstmöglich in die Abbauphase übergehen. Mit bisher nachgewiesenen Reserven von über 2 Millionen Tonnen kann Lynas zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Chinesen avancieren. Quelle:

Wenige erkennen, das die Chinesen bereits seit 2009 die Geschicke der Firma mitbestimmen. China Non-Ferrous Metal will have a 51.6 percent of Lynas should the transaction be approved. The Chinese company will have four directors appointed to the board of Lynas Quelle: Es ist die gleiche Vorgehensweise wie bei Arafura.

Bereits im März 2009 hat sich East China Exploration mit 25 Prozent an Arafura Resources, dem zweiten großen australischen Seltene Erden-Unternehmen beteiligt. Quelle: Ariva

Wie der Bericht zeigt, wandern dennoch die gefundenen Bodenschätze zur Weiterverarbeitung nach China.

 

Reaktionen:

  1. Hallo Spica, deine zitierten Quellen zu Lynas sind ja "asbach uralt". Der Deal mit den Chinesen wurde von der australischen Regierung unterbunden. Lynas hat daraufhin eine Kapitalerhöhung mit den Altaktionären durchgezogen und die Finanzierung der Projekte mit Eigenkapital sichergestellt. Schau dir mal die aktuellen Unternehmenspräsentationen von Lynas an, die sind wirklich sehr gut gemacht. Mit besten Grüßen K.L.
  2. Hallo spica, in Ergänzung zum Einwurf des Lesers K.L. bezüglich Lynas ("Deal mit den Chinesen wurde von der australischen Regierung unterbunden...", etc.), möchte ich auch die dargestellte Sachlage bei Arafura etwas berichtigen: East China Exploration beteiligte sich zwar erheblich an Arafura, danach wurde aber seitens der australischen Regierung jede weitere Kapitalaufstockung unterbunden, da der chinesische Einfluss dort unerwünscht ist. Auch an weiteren Kapitalerhöhungen (= Verwässerungen der Altbestände von Aktionären) nahm und nimmt ECE darum nicht mehr teil, so dass deren Kapitalanteil am Unternehmen bereits sank und künftig weiter sinken wird, dies künftig übrigens so sicher wie das Amen in der Kirche wegen des hohen Kapitalbedarfs für Arafura (geplant: immerhin annähernd 1 Milliarde Australische Dollar). Der Unterschied zwischen Lynas und Arafura ist u.a. aber, dass Arafura (so Gott oder die Sterne trotz des vielen vielleicht zurecht als dilletanschisch erscheinenden Managements es so wollen...) in Australien irgendwann ab 2014/15 ff. (?) produzieren wird und das geförderte Material nicht wie bei Lynas nach Malaysia oder gar China zur Weiterverarbeitung wandern soll. Gleichwohl stimmt: Die Chinesen woll(t)en Einfluss, um ihr SE-Monopol noch wasserdichter zu machen, was aber zumindest nicht mehr so gänzlich über den direkten Einfluss auf die potentiellen künftigen SE-Produzenten in Australien und Co. möglich sein wird. Es ist zu vermuten, dass die Chinesen ihr Anliegen nicht aufgeben und andere Wege haben und finden. Und speziell zu Arafura: Hilfreich für dieses Unternehmen ist es sicher nicht, dass es den Brocken ECE bis auf weiteres mit sich herumschleppt, den es sich allerdings wie so manches andere selbst mal eingebrockt hat. Herzlichen Gruß RS  PS: Eine kurze astrologische Studie zu Arafura (auf Basis Gründungsdatum und was vielleicht sonst noch wichtig ist) würde mich brennend interessieren. Besonders, weil ich bezüglich des Unternehmens Arafura momentan mehr denn je verunsichert bin.

 

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